Bottega Bianchin - unsere Liebe auf den ersten Biss


Im Zuge unserer Reise durch das Veneto sind wir auf eine Bäckerei gestoßen, die uns mit ihrer Leidenschaft für Gebäck, ihrem Sinn für Tradition und ihrem Drang nach Fortschritt ... aber vor allem ihrer Liebe überschüttet hat: Gigi und Alessandro Bianchin.


Kennt ihr das, wenn ihr etwas findet, das euch so richtig begeistert? So ist es uns ergangen, als wir zum ersten mal von Bottega Bianchin erfahren haben. Nachdem wir durch Zufall ihre Cracker verkostet haben, war es um uns geschehen. Wir wollten das auch unbedingt in unserem Shop haben!

Und nicht nur die genialen Produkte... auch ihre Philosophie, Entschlossenheit und Liebe zum Detail hat uns aufhorchen lassen und so haben wir uns ans Telefon gesetzt um einen Termin mit einem der beiden Chefs - Gigi Bianchin - zu vereinbaren. Wir wollten uns ein genaueres Bild der Produktion und der Produzenten machen ... und was sollen wir sagen: Liebe geht wohl wirklich durch den Magen.



Herzlichst in der Produktionshalle von Gigi höchst persönlich begrüßt, durften wir - in Schutzkleidung gepackt - die Produktionshalle besichtigen. Dort wurde gerührt, geknetet, abgewogen und gebacken... aber vor allem: gelacht. Von allen Mitarbeitern wurden wir lautstark und mit einem Lächeln begrüßt, obwohl es bei unserer Ankunft bereits 17 Uhr war.

Schon alleine der Duft nach frischem Gebäck betörte unsere Sinne... jedoch hat uns vor allem die Offenheit der beiden Chefs und ihre Herzlichkeit berührt.



Der Familienbetrieb, der von Gigi und Alessandro Bianchin's Eltern 1955 gegründet wurde, hat sich zwar seitdem immens vergrößert, aber die Leidenschaft für Tradition und die Liebe zum Handwerk sind stets an erster Stelle geblieben - damals wie heute.


Als Alfredo und Augusta Bianchin ihre erste Bäckerei in Fonte, das in der Provinz Treviso liegt, eröffneten ahnten sie noch nicht, dass sie den Grundstein für einen beispiellosen Familienbetrieb legten. Das Geschäft ist seitdem gewachsen und um die mittlerweile insgesamt vier Filialen täglich mit frischem Gebäck aus dem Holzofen und Süßem beliefern zu können, mussten Gigi und Alessandro, die die Passion ihrer Eltern teilen, nach Paderno del Grappa ausweichen, wo sie in einer Produktionshalle ihre Produkte herstellen.






Zwar hat sich der Betrieb und die Betriebsamkeit verändert und vor allem vergrößert, so sind Gigi und Alessandro ihren Prinzipien noch immer treu geblieben: als wir die Produktion betreten, schiebt Alessandro gerade eine weitere Partie Panettone in den Ofen. Stolz erzählt uns Gigi, dass noch immer alle Panettone in Handarbeit hergestellt werden und beklagt sich über seinen Drang zum Naschen, weil er von Gebäck einfach nicht genug bekommen kann (Anm.: trotzdem erfreut er sich einer schlanken Figur, was in uns vielleicht ein kleines Bisschen Neid hervorgerufen hat ;-P ) .

In der Produktionshalle werden - wie in alten Tagen - Rohstoffe von höchster Qualität mit viel Engagement verarbeitet. Der Betrieb wird stets von der Familie geleitet, unterstützt von wenigen Mitarbeitern.


In der Bottega Bianchin hat neben der Liebe zur Tradition auch die Zukunft ihren Platz: Gigi und Alessandro glauben fest daran, dass Stillstand Rückschritt bedeutet und haben in ihrem Produktionsstandort somit auch Platz für ein Forschungs- und Entwicklungslabor und einen Schulungsbereich geschaffen, wo sie vor allem im Bezug auf Unverträglichkeiten nach neuen Lösungsansätzen suchen.


Nachdem wir wundervollen Panettone di Grappa und ausgezeichneten Apfelstrudel - der ehrlich gesagt unserem Wiener Apfelstrudel in nichts nachsteht - verkostet haben, machen wir uns vollbepackt mit Köstlichkeiten aus der Bäckerei auf den Heimweg und freuen uns sehr, dass wir euch ein Stück Italienische Handwerks- und Bäckereitradition zu uns nach Österreich bringen dürfen.




Fotos: Google/ Suche: Bottega Bianchin



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